Der Außenhandel der VAE ohne Öl erreicht im ersten Halbjahr 1,937 Billionen AED
Der Gesamtwert stieg im ersten Halbjahr 2026 um 13,1 Prozent, während die Nichtölexporte um 23,9 Prozent zunahmen. Die Daten zeigen außerdem einen höheren Exportanteil am gesamten Handel.
Ereignis-/Datenzeitraum: 2026-06
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Der Außenhandel der Vereinigten Arabischen Emirate ohne Öl erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Wert von 1,937 Billionen AED. Regierungszahlen, über die die Emirates News Agency WAM am 19. Juli berichtete, weisen einen jährlichen Anstieg von 13,1 Prozent aus. Die Kennzahl umfasst den Handelswert von Januar bis Juni. Sie ist kein Ganzjahresergebnis, und ein Geldwert allein zeigt weder die bewegte Warenmenge noch die im Land geschöpfte Wertschöpfung.
Nichtölexporte waren ein bedeutender Bestandteil des Zuwachses. Sie stiegen im Jahresvergleich um 23,9 Prozent auf 452,8 Milliarden AED. Ihr Anteil am gesamten Außenhandel ohne Öl erhöhte sich von 21,3 Prozent im ersten Halbjahr 2025 auf 23,4 Prozent. Im Vergleich von WAM lag dieser Anteil 2024 bei 18,4 Prozent und 2023 bei 16,9 Prozent. Die Zahlen zeigen somit, dass die Ausfuhren sowohl wertmäßig als auch als Anteil am gemeldeten Handelsgesamtwert zunahmen.
Es handelt sich um wertbasierte Handelskennzahlen. Die Mitteilung enthält keine separate Reihe zu Mengen und Preisen; daher lässt sich nicht erkennen, welcher Anteil des Anstiegs auf mehr versandte Einheiten und welcher auf Preisänderungen zurückging. Der Außenhandel ohne Öl umfasst zudem nicht nur Exporte, sondern auch Importe und Reexporte. Der Gesamtwert darf nicht als Wert der in den VAE produzierten und ins Ausland verkauften Waren gelesen werden.
China war mit einem Handelswert von 180,7 Milliarden AED der größte Handelspartner der VAE außerhalb des Ölsektors. Es folgten die Schweiz mit 138,4 Milliarden AED und Indien mit 107,5 Milliarden AED. Der Nichtölhandel mit den zehn größten Partnern stieg im Jahresvergleich um 12,6 Prozent, der Handel mit dem Rest der Welt um 13,6 Prozent. Die Angaben deuten darauf hin, dass der Zuwachs nicht auf die größten Partner beschränkt war; die Mitteilung zeigt jedoch nicht die Produktzusammensetzung je Land.
Der Außenhandel ohne Öl mit Ländern, deren umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen vollständig in Kraft waren, erreichte 304,3 Milliarden AED. Auf Importe aus diesen Ländern entfielen 193,5 Milliarden AED und auf Nichtölexporte in diese Länder 66,1 Milliarden AED. Nichtölexporte machten 21,7 Prozent des Handels mit den CEPA-Partnern aus, deren Abkommen in Kraft waren, gegenüber 19,1 Prozent im Jahr 2022. Die Kategorie umfasst Abkommen, die bereits gelten, und nicht solche, die noch verhandelt oder noch nicht umgesetzt werden.
Gold war im ersten Halbjahr mit einem Handelswert von 706,2 Milliarden AED und einem Jahresanstieg von 48,8 Prozent die größte gemeldete Warenkategorie. Telekommunikationsprodukte folgten mit 189,7 Milliarden AED. Goldschmuck, Autos und Diamanten gehörten ebenfalls zu den führenden Kategorien. Auf die zehn wichtigsten Waren entfielen rund 67 Prozent des gesamten Warenhandels ohne Öl. Diese Rangfolge beschreibt gehandelte Güter; sie belegt für sich genommen weder lokale Produktionsmengen noch den Anteil der in den VAE hergestellten Exporte.
Der Mehrjahresvergleich zeigt das Ausmaß des gemeldeten Zuwachses: Der Handel im ersten Halbjahr 2026 lag 39,6 Prozent über 2024, 54,5 Prozent über 2023 und 78,8 Prozent über 2022. Er war zudem mehr als doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum der Jahre 2019 und 2021. Diese Vergleiche zeigen die Handelsentwicklung in nominalen Werten. Da die Mitteilung Wechselkurs-, Preis- und Produktmixeffekte nicht auseinanderhält, sind die Angaben nicht als inflationsbereinigte Wachstumsraten zu verstehen.
Für eine umfassendere Bewertung müssten künftige Daten Exporte, Importe und Reexporte trennen, Mengen neben Werten ausweisen und den CEPA-Handel nach Partnern und Branchen aufschlüsseln. So ließe sich erkennen, welcher Anteil des höheren Handelsvolumens exportierenden Unternehmen und der inländischen Produktion zugutekommt. Die aktuelle Mitteilung belegt einen Anstieg des Werts des Nichtölhandels und des Exportanteils sowie Zuwächse in den gemeldeten Partnergruppen. Für Folgen bei Produktion, Beschäftigung oder Produktivität wären zusätzliche Daten erforderlich.
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