Technologie / WELT

Ein Drittel der spanischen Unternehmen nutzte Anfang 2026 KI, zeigt INE-Erhebung

Das INE beziffert die KI-Nutzung bei Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten auf 33,6 Prozent; bezahlte Cloud-Dienste erreichten im ersten Quartal 39,4 Prozent.

Konzeptionelle Darstellung von Technologie, Prozessoren und verbundenen Informationen.Illustration
Symbolische Illustration

Das spanische Statistikamt INE stellte fest, dass 33,6 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten im ersten Quartal 2026 Technologien der künstlichen Intelligenz nutzten. In derselben Erhebung lag die Nutzung kostenpflichtiger Cloud-Computing-Dienste bei 39,4 Prozent. Die Zahlen zeigen, ob Unternehmen eine Nutzung angaben; sie messen weder deren Häufigkeit noch die Zahl der betroffenen Beschäftigten oder einen Produktivitätseffekt.

Die Erhebung weist auf eine breitere digitale Infrastruktur unter den erfassten größeren Unternehmen hin. 98,3 Prozent meldeten einen Internetanschluss, und 82,9 Prozent der angeschlossenen Unternehmen hatten eine Website. Soziale Medien nutzten 65,4 Prozent der Unternehmen mit Internetzugang. 68,6 Prozent der Beschäftigten hatten beruflichen Internetzugang; 15,4 Prozent der Unternehmen beschäftigten laut eigener Angabe ICT-Fachkräfte.

Die Nutzung unterschied sich nach Branchen. Im Dienstleistungssektor waren die gemeldeten Quoten für bezahlte Cloud-Dienste mit 41,9 Prozent und KI mit 38,2 Prozent am höchsten. In der Industrie lagen sie bei 37,5 Prozent für Cloud und 29,1 Prozent für KI; im Baugewerbe bei 32,9 und 22,6 Prozent. Das sind Branchenanteile aus einer Befragung, keine Zahl eingesetzter Werkzeuge oder Investitionswerte.

Das INE meldete außerdem, dass 37,7 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten im ersten Quartal Telearbeit ermöglichten. Der Anteil stieg mit der Unternehmensgröße: von 32,6 Prozent bei 10 bis 49 Beschäftigten auf 77,3 Prozent bei mindestens 250. Beschäftigte arbeiteten durchschnittlich 2,4 Tage pro Woche von zuhause; 19,6 Prozent taten dies regelmäßig. Diese Kennzahlen beschreiben Arbeitsregelungen und nicht zwingend den Anteil aller Beschäftigten im Homeoffice.

Die Veröffentlichung verbindet zwei Bezugszeiträume. Die Technologie-Nutzung bezieht sich auf das erste Quartal 2026, die Online-Verkäufe dagegen auf das Kalenderjahr 2025. Damals erzielten 29,0 Prozent der Unternehmen E-Commerce-Umsätze in Höhe von gemeldeten 419,706 Milliarden Euro. Das ist Umsatz aus elektronischen Verkäufen, keine Bewertung der gesamten Digitalwirtschaft und kein Ergebnis für 2026.

Das INE weist darauf hin, dass die Ausgabe 2025 die Wirtschaftszweigklassifikation CNAE-2025 einführte und zusätzliche Tätigkeiten einbezog; die Jahresergebnisse sind deshalb nicht uneingeschränkt mit früheren Ausgaben vergleichbar. Die Erhebung umfasst festgelegte Industrie- und Dienstleistungsbereiche in Spanien und weist Unternehmen nach Größe und Tätigkeit aus. Die Prozentsätze sind Befragungsschätzungen und müssen im Licht des Erfassungsbereichs und der Bezugszeiträume gelesen werden.

Auch regionale Unterschiede wurden berichtet: Unternehmen mit Sitz in Madrid, Katalonien und Navarra wiesen unter den autonomen Gemeinschaften die höchste allgemeine ICT-Nutzungsintensität auf; Kastilien-La Mancha sowie die Städte Ceuta und Melilla die niedrigsten Werte. Die Mitteilung liefert keine kausale Erklärung für diese Abstände. Die Zahlen beschreiben daher regionale Muster, nicht deren Ursachen.

Daten

Tabelle

Technologienutzung von Unternehmen

Ausgewählte Indikatoren; Zeitraum und Grundgesamtheit laut INE.

KI nutzende Unternehmen (Q1 2026)33.6
Unternehmen mit bezahlten Cloud-Diensten (Q1 2026)39.4
Unternehmen mit E-Commerce-Verkäufen (2025)29
Methodik

INE-Erhebung: Technologie Q1 2026 bei Unternehmen ab zehn Beschäftigten; E-Commerce-Verkäufe 2025.

Aktualisiert:

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